Story · 19. November 2019

Warum Lore Struktur schätzt – und die Glyptothek genießt

Interview mit Lore Junginger, Buchhaltung & Controlling

Was ist dein Job bei Zeichen & Wunder?

Ich bin im Finanz- und Rechnungswesen tätig. Das bedeutet, ich bin Ansprechpartnerin für Steuerberater, Banken und sonstige Behörden. Die externen Stellen zu bedienen ist das eine, aber in erster Linie unterstütze ich unsere Geschäftsführung. Von der Mitarbeit bei Ausschreibungen, dem Erstellen von Budgets bis zu Soll-Ist-Vergleichen: Ich achte darauf, dass immer die liquiden Mittel da sind, um alles am Laufen zu halten.

In einem Satz: was machst du den ganzen Tag?

Ich bin die Expertin für Zahlen und Wirtschaftlichkeit. Gemeinsam mit meinen Teamkolleginnen bilde ich sämtliche Aktivitäten in Zahlen ab und verdichte sie.

Mit welchen Werkzeugen arbeitest Du?

Mit meiner Ausbildung als staatlich geprüfte Bilanzbuchhalterin, mit meiner 25-jährigen Erfahrung und mit meiner Liebe zu kreativen Menschen.

Was begeistert dich an deiner Arbeit?

Die Vielseitigkeit. Meine Arbeit bedeutet Struktur; mein Umfeld muss kreativ agieren. Darin liegt automatisch ein gewisses Spannungsfeld – mir gefällt es sehr, darin zu arbeiten.

Was ist Dein Hintergrund?

Ursprünglich bin ich Hotelbetriebswirtin. Während zehn Jahren Tätigkeit in diesem Beruf wurde mir klar: Ich habe eine gewisse Gabe, nämlich komplexe Sachverhalte zu verstehen und in Zahlen umzusetzen. Diesem Ruf bin ich gefolgt.

Was liegt auf deinem Schreibtisch und was ist dein Desktophintergrund?

Keine Pflanzen oder Bilder, sondern Ordner, Mappen und Papier. Kurz gesagt: Ordnung und Klarheit. Was ich allerdings habe, ist ein Desktophintergrund aus Bhutan. Da war ich vor Kurzem und diese wunderbare Stimmung hole ich mir gerne immer wieder zurück.

Nachmittagstief – was nun?

Ich gehe um den Block. Ein bisschen frische Luft, Bewegung und Sonnenlicht – dann geht’s wieder.

Ich kann nicht ohne…?

Ein gutes Buch. Momentan – bestimmt zum dritten oder vierten Mal – Die Entdeckung der Langsamkeit von Sten Nadolny.

Dein Lieblingsort in München?

Da gibt es einige. Meinen kleinen Balkon zum Innenhof mit einer schönen Tasse Kaffee. Die Oper. Ein Biergarten mit Freunden. Das kleine Café in der Glyptothek. Kunst und Kultur haben bei mir eine Heimat – und ich in ihnen.

Worauf freust du dich heute noch?

Ich besuche später noch meinen literarischen Salon. Sich mit Gleichgesinnten über Bücher und Literatur austauschen – für mich einfach ein Genuss.