Z&W Salon · 12. März 2021

„Wie sieht es aus, wenn ich Gemüse tanzen lass?“

Mit Christoph Grünberger war ein weiterer Weggefährte von Zeichen & Wunder im Salon zu Gast. Vorgestellt wurden seine beiden fantastischen Buchprojekte.

In „Analog Algorithm“ untersucht Christoph raster-basierte Gestaltungsprinzipien. Sein 2019 erschienenes Buch ist eine Art Toolbox für Gestalter: die von ihm gezeigten unterschiedlichstenen raster-basierten Techniken regen an, neuartige Formen, Schriften, Logos und Muster zu entwickeln. Spannend ist das „Spiel aus Berechnung und Intuition“. Christoph spricht von „unschönen Formen, die aber interessant sind“.

Das im Sommer diesen Jahres erscheinende Buch „The Age of Data“ erklimmt die Vertikale der daten-basierte Gestaltung und stellt 40 international bekannte Künstler und Designer aus den unterschiedlichsten Disziplinen vor, von Refik Anadol bis hin zu Tina Touli und Ian Anderson (TDR™) gibt es Einblicke in viele neuen Möglichkeiten des Ausdrucks.

 

analog-algorithm.com

The Age of Data – Kickstarter

Unsere Eindrücke

 

Claudia:

„Beim ersten Teil „Analog Algorithm“ konnte ich das Bedürfnis innerhalb eines vorher selbst definierten Rahmens zu arbeiten gut nachvollziehen, auch wenn es meiner eigenen intuitiven Arbeitsweise nicht wirklich entspricht.

Wir müssen unseren Blick als Designer heute ja immer in alle Richtungen offenhalten – das ist Fluch und Segen zugleich. Orientierung an grafischen Leitplanken wirkt da sicher sehr befreiend. Die reduzierte Optik des Buchs war jedenfalls sehr toll.

Beim zweiten Teil „The Age of Data“ hatte ich vor allem den Gedanken, dass es mir unheimlich entspannend vorkommt, Data Art auch mal in Buchform zu konsumieren (ich werde schnell seekrank bei abstraktem Bewegtbild) – und einen zweiten: Wenn irgendwann unsere digitale Welt bei der Zombie-Apocalypse oder vergleichbarem Unbill verloren gehen sollte, wird jemand das Buch ausgraben und staunend erfahren, was für eine hoch digitalisierte Zivilisation wir doch waren.“