5 Fragen an Hanna Oberrenner:
„Es geht nicht um QuickWins“
Bei 5 Fragen nach 100 Tagen fragen wir Persönlichkeiten aus der Branche, wie sie sich im neuen Job eingelebt haben. Diesmal: Hanna Oberrenner. Sie ist seit Oktober 2025 Teil der Geschäftsführung bei der Münchner Markenagentur Zeichen & Wunder, wo sie zuvor lange das Strategieteam leitete und maßgeblich an der Positionierung der Agentur mitarbeitete.
Hanna Oberrenner hat einen klaren Fokus auf New Business, digitaler Transformation und der Verzahnung von Strategie, Design und Technologie. Sie treibt den Wandel der Agentur in eine ganzheitliche Brand Consultancy voran. Gerade im KI-Zeitalter ist das ein vielversprechender Ansatz.
Wie sind Ihre Eindrücke vom neuen Verantwortungsbereich?
Wir befinden uns in einem Moment der inneren Transformation, das ist nicht nur für mich persönlich eine große Verantwortung und Aufgabe, sondern für das gesamte Team.
Ich muss mich selbst noch bewusster priorisieren, die richtigen Schwerpunkte setzen, noch stärker steuern, abwägen zwischen meinem täglichen Fokus und langfristigen Aufgabenstellungen, die zentral entscheidend sind aber immer wieder vom Tagesgeschäft überstimmt werden.
Was konnten Sie in den ersten 100 Tagen bereits erfolgreich umsetzen, was gelang nicht?
Es geht uns nicht um Quick Wins, nicht um schnelle sichtbare Erfolge. Mein persönlicher Fokus liegt gerade auf der zukünftigen Ausrichtung der Agentur hin zu einer Brand Consultancy – hier haben wir unsere Positionierung geschärft, unsere Angebote überprüft und ergänzt. Natürlich brauchen gerade interne Projekte immer länger als ich es mir wünsche, diese Zeit nehmen wir uns aber ganz bewusst.
An welchen Themen arbeiten Sie momentan?
Wir arbeiten gerade daran, unsere KI-Beratungsbausteine im Kundenprozess fest zu verankern. Dafür haben wir ein Service Offering Cluster unter dem Dach "Brand AI“ definiert – zukünftig werden wir all unsere Expertise und Beratungsleistungen darunter bündeln um unseren Kunden ein holistisches Gesamtpaket anbieten zu können.
„Wir arbeiten gerade daran, unsere KI-Beratungsbausteine im Kundenprozess fest zu verankern.“
Welche Aufgaben sehen Sie als Ihre größten Herausforderungen?
Ganz persönlich ist es die Balance zwischen Tagesgeschäft und langfristiger strategischer Arbeit an dem zukünftigen Positionierung für uns als Brand Consultancy.
Was war Ihre wichtigste Erkenntnis?
100 Tage gehen furchtbar schnell vorbei – ich darf nicht zu ungeduldig sein, was die Onboarding Phase betrifft, das wird noch länger andauern. Gleichzeitig ist es mir wichtig, dass ich gezielte Impulse in unsere Organisation setze, damit wir das Momentum nutzen.